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Alpin- & Höhenmedizin

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Bergsport in all seinen Spielformen ist pure Leidenschaft. Aber körperliche Herausforderungen, technisch anspruchsvolle Touren, klimatische Extreme und große Höhen bergen auf Gefahren für Leib und Leben.

Ein essentieller Sicherheitsfaktor für eine gesunde und erfüllte Rückkerh "vom Berg" sind somit auch Kenntnisse über die Auswirkungen gefährdender Faktoren auf den menschlichen Körper.

Auf dem Gipfel ist erst der halbe Weg

Leistungen
  • Spezifische Beratung und Schulung (z.B. Akklimatisation, Höhenprofile, Höhenphysiologie und -pathophysiologie, klimatische Gefahren, Reisekrankheiten, 1. Hilfe)
  • Prophylaxe und Behandlung von spezifischen Erkrankungen (z.B. Höhenkrankheit, Höhenlungenödem, Verletzungen)
  • Strategie der Tourenplanung aus medizinischer Sicht
  • Ermittlung persönlicher Risikofaktoren
  • Gruppenberatung, Vorträge und Workshops nach Vereinbarung
  • Vermittlung von Trainingstouren mit erfahrenen Bergführern
  • Empfehlungen zur Reiseapotheke
  • Bergreisen mit Kindern
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Berg-Geschichten

„Ich erinnere mich an das Pervitin, es ist verlockend, würde mir wieder neue Kraft geben, neuen Auftrieb, doch nein, die Wirkung hält nur 6-7 Stunden an, dann ist‘s vorbei, dann tritt die Reaktion ein, und die könnte böse Folgen haben. Wo bin ich in 6-7 Stunden? Im Abstieg, bestenfalls wieder hier an der Bazhinscharte, das genügt aber nicht. Einen wahren Kampf führe ich mit mir selbst und schließlich, des Gipfels wegen, selbst auf die Gefahren hin, die daraus entstehen nehme ich dann zwei Tabletten Pervitin zu mir“

Aus Hermann Buhls Tagebuch 1953 (aus: Hermann Buhl, Kompromisslos nach oben, Steiger Verlag 1977; S 152); Erstbesteigung des Nanga-Parbat (8125 m).


Doping oder Therapie, Erfolg oder Scheitern, Nutzen oder Schaden?
Der Einsatz von Medikamenten im Bergsport ist zur Leistungssteigerung genauso kritisch zu beurteilen wie in anderen Sportarten.
Dieselben Medikamente können aber in Notsituationen lebensrettend sein.
Lassen Sie sich über Risiko und Nutzen von Medikamenten, welche bei Bergkrankheiten eingesetzt werden, beraten.
Welche Medikamente gehören in die Berg-/Reiseapotheke?
Wie und wann soll ich Sie einnehmen?
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„Beim Liegen“, sage ich, „spürt man den Sauerstoffmangel gar nicht so stark.“
„Nur weil wir völlig passiv sind, weil wir nichts tun.“
„Aber bei jeder Tätigkeit, wenn ich mich aufrichte zum Beispiel, bin ich sehr, sehr schnell müde. Wenn das morgen nicht besser wird, weiß ich nicht, wie es weitergeht.“

Dialog zwischen Reinhold Messner und Peter Habeler am Vorabend im Zelt auf dem Nordsattel (ca. 8000 m) vor ihrer 1. Besteigung des Mount Everests am 8. Mai 1978 ohne Verwendung von künstlichem Sauerstoff (aus: Reinhold Messner, Everest, Expedition zum Endpunkt, BLV Verlagsgesellschaft 1978)

Was passiert in der Höhe? Faktisch gibt es auf „Berghöhe“ nicht weniger Sauerstoff in der Luft aber der Sauerstoffpartialdruck nimmt mit zunehmender Höhe ab.
Interessieren Sie die physikalischen Grundlagen der Höhenmedizin? Wie wirken sich höhenspezifische Veränderungen auf den menschlichen Körper aus? An welche Einflussvariablen können wir uns anpassen?
Lassen Sie uns diese und andere spannende Fragen diskutieren.
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Kilimanjaro (5895 m) - Leichter und sicherer Gipfelerfolg? Sicher NICHT!!

Climbers on Mount Kilimanjaro are often naive to the risks of altitude exposure, demonstrated by the fact that only 10% of climbers on the mountain have previous high-altitude experience. (...)
At 2743 m 3% of the 177 climbers recruited at this altitude had AMS. (...)
48% of climbers attempting the Rongai itinerary were AMS positive at 4730 m (...),
another cohort study on the mountain found the incidence to be as high as 84% (...)

(AMS: Acute mountain sickness)

Jackson, Stewart J., et al. "Incidence and predictors of acute mountain sickness among trekkers on Mount Kilimanjaro." High altitude medicine & biology 11.3 (2010): 217-222.

Je nach Studie beträgt die Aussicht auf Gipfelerfolg von unter 30% bis über 60 %.

Anmerkung: Die großen Abweichungen in den Untersuchungen entstehen, weil sie nicht immer unter gleichen Voraussetzungen stattfinden. So ist der Gipfelerfolg bei BergsteigerInnen die von den Ausgangspunkten auf ca. 1000 m Seehöhe erfasst werden deutlich niedriger als im Vergleich zu Studien die BergsteigerInnen erst ab dem Hochlager (ca. 3700 m) untersuchen.

Davies, Andrew J., et al. "Determinants of summiting success and acute mountain sickness on Mt Kilimanjaro (5895 m)." Wilderness & Environmental Medicine 20.4 (2009): 311-317.

Kalson, Nicholas S., et al. "The effect of angiotensin-converting enzyme genotype on acute mountain sickness and summit success in trekkers attempting the summit of Mt. Kilimanjaro (5,895 m)." European journal of applied physiology 105 (2009): 373-379.

Eigenberger, Paul, et al. "A retrospective study of acute mountain sickness on Mt. Kilimanjaro using trekking company data." Aviation, space, and environmental medicine 85.11 (2014): 1125-1129.


Objektiv betrachtet sind die Gipfelaussichten schlecht.
Wie kann ich meine Chancen auf einen Gipfelerfolg erhöhen - und noch einen klaren Kopf dabei behalten?
Taktik und Strategie tragen zum sicheren Auf- und Abstieg bei.
Interessiert?
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